Die Türen schließen selbsttätig. Vorsicht bei der Abfahrt des Zuges. Die Reise beginnt.
Da bist Du nun. Vielleicht fährst Du sogar erster Klasse. Vielleicht beginnt Deine Reise in der zweiten Klasse. Wichtig ist nur: Hier und jetzt Deine Reise beginnt. Du nimmst Platz auf einem der Sitze. Vielleicht hast Du einen Sitzplatz reserviert. Oder Du nimmst Platz an einem der freien Plätze. Wo sitzt Du? An einem Tisch? Am Fenster? Oder lieber zum Gang hin? Wo setzt Du Dich hin? Zu dem Herrn oder zu der Dame da vorn. Und wo geht Deine Reise hin?
Ist nicht das ganze Leben eine große Reise?
Vermutlich weißt Du, wohin diese Reise hier führt. Ich lade Dich herzlich auf diese Reise ein. Darf ich Dich auf Deiner Reise begleiten? Gerne würde ich Dich inspirieren und an einen ganz besonderen Ort führen. Es soll ein Ort sein, der Deinem Herzen entspringt. Dieser Ort, er ist für Dich bestimmt. Dieser Zug, er wartet auf Dich. Er wartet darauf, dass Du den Bahnsteig betrittst und der Ton erklingt: Lieber Fahrgast, bitte Vorsicht bei der Einfahrt des Zuges. Jenes Abteil, dieser Platz in Wagen 5, Platz 55, ist für Dich reserviert. Steigst Du ein?
Viele Menschen verreisen alljährlich. Sie sammeln Kataloge und durchstöbern das Internet nach Angeboten. Diese und jene Plattform und vergleichen Preise mit den Leistungen. Bei dem einen ist es Last Minute nach Italien oder Spanien, vielleicht auch ein anderer Kontinent. Die anderen, Sie planen Monate im Voraus. Sparen jeden Euro. Denn sie gehen auf die Reise. Sie reisen an diesen Ort. Dieser eine Ort soll es sein. Voller Party, Lachen und Toben. Die anderen interessieren sich für Wandern, Kultur und Sprachen dürfen es auch sein. So gehen Sie alljährlich einmal im Jahr auf diese Reise. Und dann sind da jene, die regelmäßig auf Reisen gehen, meist nur für wenige Tage. Hier und da verreisen die Menschen auch beruflich.
Und was ist mit Deiner ganz persönlichen Reise?
Deine ganz persönliche Reise, Deine Reise Deines Lebens. Bist Du da auch auf dem Bahnsteig? Welchen Zug nimmst Du? Oder sitzt Du vielleicht schon in einem Zug? Wohin führt Dich Deine Reise?
Ist es heute noch angebracht, zu träumen? Was denkst Du?
Weißt Du, wenn Du träumst, begibst Du Dich auch auf eine Reise. Es ist Deine ganz persönliche Reise. Eine Reise, die Deinem Herzen entspringt. Diese Reise führt Dich an den Bahnsteig, an den Ort, an dem Dein Zug auf Dich wartet. Viele sagen, der Zug ist abgefahren. Vielleicht. Aber weißt Du was, vielleicht sagen dies diese Leute, weil sie für sich bestimmt haben, dass ihr Zug abgefahren ist. Heißt: Sie haben entschieden, den Bahnsteig nicht zu betreten. Und willst Du, wegen dieser Leute auf Deine Reise verzichten? Vielleicht bist Du auch mit vielen Leuten schon auf einer Reise. Fühlt sich die Fahrt gut an? Oder würdest Du gerne beim nächsten Halt umsteigen?
Weißt Du, solch ein Zug kann schon mit einer enormen Geschwindigkeit dahinrauschen. Das ist richtig. Und bevor man sich versieht, ist man an einem Ort, da wollte man gar nicht hin. Doch dieser Ort trägt die Miete, die Rate fürs Haus, und die anderen Kosten sind auch gedeckt, inklusive des alljährlichen Urlaubs. Okay, und etwas Spaß ist auch dabei. Man kann also ein ganz angenehmes Leben führen. Hier und da sind Menschen unter Dir, da ist so ein stiller Ruf. Ganz leise und sanft. Aus dem hintersten Eck des Herzens ruft es hervor. Hey, eigentlich wolltest Du doch. Trägst Du diesen Ruf in Dir?
Ich war noch niemals in New York, dafür aber in Köln.
In unserer Kindheit bekommen viele von uns ein inneres Bild von unserem Leben. Da träumen wir von der Schneekönigin und lieben die schönsten Märchen. Der Prinz, der die Prinzessin aus dem einsamen Turm rettet. Mit zunehmendem Alter formen sich daraus genauere Bilder. Diese Bilder werden zum Feuerwehrmann und dem Polizisten, der die Menschen beschützt. Wir formen unsere Reise. Bei vielen von uns wird hier und da auch die Reise vorgegeben. Und dann sind da jene, die, dieser Stimme im Herzen folgen. Sie sagen sich: Nein, diesen Zug nehme ich nicht. Mein Zug wartet auf Gleis 1 auf mich. Sie beschließen, am nächsten Ort umzusteigen.
Ja, für den einen oder anderen ist dieser Umstieg schwer. Da sind Menschen, sie müsste man zurücklassen. Der Schmerz, ohne sie weiterzugehen, dieser Preis ist für diese Menschen zu hoch. Also beschließen sie, in diesem Zug zu bleiben. Wohin diese Reise auch immer führt, sie fahren an diesen Ort. Und dann gibt es jene, vielleicht gehörst auch Du dazu, die sich sagen: ich steige um. Der Zug hält. Ihre nächsten Anschlussmöglichkeiten sind:
Und was darf es sein? Die S-Bahn oder doch der ICE?
Weißt Du, so manches benötigt seine Zeit. Nimm Dir gerne diese Zeit. Vielleicht fährst Du ein paar Stationen mit der S-Bahn. Und vielleicht steigst Du dann erneut um, in den ICE. Vielleicht sind in dieser S-Bahn Menschen, Sie berühren Dich, Sie inspirieren Dich. Und auf einmal spürst Du: es war gut, umzusteigen. Doch während Du mit der
S-Bahn fährst, kommen Erinnerungen von jenen Menschen, Sie sitzen in dem anderen Zug. Eine Träne Deine Wange herunterfließt. Sie waren Begleiter, Begleiter auf einer Reise, sie war nicht für Dich bestimmt. Doch in Deinem Herzen haben sie Spuren hinterlassen. Einige von ihnen haben Dich zu jenem gemacht, der Du heute bist. Lass sie zu, diese Träne, diese Träne der Erinnerung. Sie wird Dein Herz heilen. Sie ist Ausdruck, Deiner Seele, Deiner Liebe, die Du diesen Menschen schenkst.
Im Herzen werden sie immer bei Dir sein. Aber vielleicht sind es auch Menschen, die mit Argumenten versuchen, Deine Träume zu zerstören. Sie sagen, was Du da machst, es sei wunderbar. Und hintenrum torpedieren sie Deine Träume und erklären Dich für einen Spinner, gar für krank. Es liegt in Deiner Entscheidung, am nächsten Halt umzusteigen. Oder vielleicht veränderst Du Deine Sitzposition. Du kannst aber auch die Bahnbediensteten rufen und sie um Hilfe bitten.
Träume nicht Dein Leben, lebe Deinen Traum.
Weißt Du, schon als ich ein Kind war, bin ich auf Reisen. Ich wurde schon als Kleinkind auf Reisen geschickt. In vielen Familien suchte ich Heimat. Kurz bevor ich meine leibliche Mutter zu Grabe trug, berichtete sie mir, als Baby hätte ich immer ein Grinsen im Gesicht gehabt. Ich soll mal gepupst haben und mit meinem Lachen alle angesteckt haben. So stand ich oft bei dieser einen Familie in meinem Zimmer und habe mich in meine Träume zurückgezogen. Es stellte sich über Raum und Zeit heraus: Sie haben mich gerettet. Mein Traum ist, mit dem Mikrofon in der Hand Menschen zu unterhalten, sie zum Lachen zu bringen. Und heute, oft sitze ich im ICE und reise durch die Lande. Ich habe mir einen Teil meines Traumes erfüllt. Beim Bermudafunk Mannheim habe ich ein Mikrofon in der Hand und spreche mit Menschen über Geschichten. Oder ich fahre mal wieder nach Köln und lebe meinen Quatschkopf vor der Kamera aus.
Und Du? Wovon würdest Du träumen, wenn Du wüsstest, Dein Zug steht auf dem Bahnsteig? Auf welche Reise würdest Du Dich machen? Würdest Du einsteigen? Klar, die Reise ist nicht für umsonst. Sie hat einen Preis. Der Haken an der Geschichte ist: Du kennst den Preis nicht. Der zeigt sich erst auf dem Weg zu Deinem Ziel. Vielleicht musst Du noch einmal eine Ausbildung oder Weiterbildung machen. Vielleicht liegt auf dem Weg ein Hindernis oder Du musst noch einmal umsteigen. Es kann auch sein, dass Du ein Zusatzticket buchen musst. Da kommt man oft ins Zweifeln und denkt sich: Soll man das wirklich machen?
Und während man so nachdenkt, vielleicht auch mal Angst hat, oh Gott, kann ich nächsten Monat die Miete bezahlen, da, im Zwischenhalt, es steigt jemand zu, ihr kommt ins Gespräch. Und während ihr so sprecht, sagt jener Mensch: Ach, da weiß ich etwas. Schicksal, Zufall? Vielleicht? Vielleicht aber auch Gottes Engel, um Dir zu zeigen, Du bist auf dem richtigen Weg. Und so darfst Du sitzenbleiben und Deine Reise genießen. Glaube mir, manches ergibt sich auf dieser Reise. Eines kann ich Dir mit Gewissheit sagen: es gibt nichts Aufregenderes, als auf Reisen zu gehen. So manche nehmen neben Dir Platz und Du verbringst mit diesen Menschen eine wunderbare, unvergessliche Zeit. So mancher steigt am nächsten Halt wieder aus. Einige, werden in Deinem Herzen Spuren hinterlassen, bei anderen wirst Du wiederum sagen: Okay, war ganz nett.
Mach einfach den ersten Schritt.
Wenn Du beginnst, den ersten Schritt zu machen, kommt das Universum Dir zwei Schritte entgegen. So ist es mit vielem in unserem Leben. Und alles hat seinen Preis. Ursache, Wirkung und Konsequenz wirken auch hier. Unser aller Leben ist eine Reise. Wir haben heute so viele Möglichkeiten. Okay, auch die Deutsche Bahn hat ihre Probleme. Das Pünktlichkeitsproblem bekommen die bestimmt noch in den Griff. Und weil die Bahn Probleme hat, willst Du auf diese Reise verzichten? Und glaubst Du, dass Du Dich darüber aufregst, das ändert etwas? So, was denn? Klar, Du hast das Recht, Dich darüber aufregen zu dürfen.
Du kannst jedoch auch Deine Energie dafür einsetzen, für Dich die schönste Reise Deines Lebens herauszusuchen. Weißt Du, was der Zielort ist? Soll ich es Dir verraten?
Dein Leben!
Liebe Seele, im Bordbistro gibt es wunderbaren Kaffee. Auf welcher Reise Du auch immer bist, ich wünsche Dir die angenehmste Reise der Welt. Trau Dich, Dein Herz weist Dir den Weg. Und wer weiß, irgendwo zwischen Köln und Mannheim, oder sonst wo, vielleicht stehst Du am Bahnsteig und wir steigen in den gleichen Zug. Dann sprich mich an. Lass uns im Bordbistro gemeinsam einen Kaffee trinken. So gehen wir gemeinsam auf Reisen. i
Nun wünsche ich Dir, liebe unbekannte Seele, eine gute Reise. Und vergiss nicht: p
Vorsicht bei der Einfahrt des Zuges. Bitte alle einsteigen! Türen schließen selbsttätig. Vorsicht bei der Abfahrt des Zuges. Sie haben Anschluss an ihr Leben.
Ich wünsche Dir von ganzem Herzen die schönste Reise Deines Lebens.
Liebe Grüße, Alexander. Dein Quatschkopf-Moderator. Gleiche Stelle, gleiche Welle.
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